Poetry Slam „Der Tod stirbt nie“ mit vielfältigen Beiträgen - 890€ für unsere Trauerarbeit

Am 17. Februar 2026 verwandelte sich der Hörsaal MED25 in Göttingen in einen ungewöhnlichen Ort der Begegnung: Beim 3. Benefiz Poetry Slam „Der Tod stirbt nie“ des Palliativzentrums der Universitätsmedizin Göttingen wurde gelacht, nachgedacht – und stellenweise auch geschluckt.
Schon beim Ankommen war spürbar, dass dieser Abend kein gewöhnlicher Poetry Slam werden würde. Das Thema Tod und Sterben, das in unserer Gesellschaft oft verdrängt oder nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wird, stand hier im Mittelpunkt – offen, ehrlich und überraschend humorvoll. Die Slammerinnen und Slammer näherten sich dem vermeintlichen Tabuthema mit ganz unterschiedlichen Perspektiven: mal nachdenklich und sehr persönlich. mal berührend, mal kritisch, mal augenzwinkernd.
Besonders eindrücklich war, wie selbstverständlich das Publikum zwischen Lachen und stiller Betroffenheit wechselte. Humor wurde an diesem Abend nicht als Verharmlosung verstanden, sondern als Brücke – als Möglichkeit, über das Unaussprechliche zu sprechen. Gerade die humorvollen Texte machten deutlich, wie sehr das Thema Tod Teil unseres Lebens ist und wie befreiend es sein kann, ihm mit Worten und sogar mit einem Lächeln zu begegnen.
Der Benefizgedanke verlieh der Veranstaltung zusätzliche Bedeutung: Mit dem Eintritt unterstützten die Besucherinnen und Besucher die Arbeit des Palliativzentrums und insbesondere die Begleitung trauernder Angehöriger. So verband der Abend Kunst, gesellschaftliche Reflexion und konkretes Engagement auf besondere Weise.
Am Ende blieb nicht nur die Frage, welcher Beitrag den meisten Applaus bekam, sondern vor allem das Gefühl, dass über Tod und Sterben gesprochen werden darf – und vielleicht auch gesprochen werden muss. „Der Tod stirbt nie“ zeigte eindrucksvoll, dass ein sensibler Umgang mit dem Thema durchaus Raum für Leichtigkeit, Gemeinschaft und sogar Humor lässt. Insgesamt kamen an diesem Abend 890€ durch Eintritt und Spenden für unsere Trauerarbeit zusammen. Vielen Dank ans Publikum und die Spender*innen!